22. Mai 2013
  www.bauen-einrichten.de  
  Startseite | Private Bauausschreibungen | Gewinnspiele | Messen | Firmensuche | b&e.tv | News | Blog  
 

Archiv für Mai 2009

Sachverständige einsetzen und Baumängel verhindern

Samstag, 30. Mai 2009

Die Zahl ist beachtlich: Nach Angaben des Bundesbauministeriums müssen bis zu zehn Prozent der Kosten für den Rohbau nach seiner Fertigstellung durchschnittlich für die Beseitigung von Bauschäden und Mängeln aufgebracht werden. Umso wichtiger ist es, bereits während der Bauphase die Fortschritte regelmäßig zu kontrollieren und zu dokumentieren. Da sich Pfusch am Bau häufig nur scher erkennen lässt, ist der externe Rat eines unabhängigen Bauexperten in jedem Fall empfehlenswert. Sachverständige lassen sich beispielsweise über den TÜV finden.

Die Experten überprüfen in regelmäßigen Abständen die vertraglich gesicherten Anforderungen des Baus mit dem tatsächlichen Bauwerk bzw. -fortschritt. Entsprechen die Arbeiten der abgesprochenen Qualität? Richten sich die Gebäudefassade und Fenster nach den aktuellen Vorschriften für energieeffizientes Bauen? Anhand von Toleranzgrenzen können die Sachverständigen jeden Fehler feststellen, dokumentieren und dem Hausherren kommunizieren.

Die umfangreiche Dokumentation dient in einem Streitfall auch als Beweismittel gegenüber der bauausführenden Unternehmung. Besser ist es jedoch, zunächst Fristen für die Beseitigung der Mängel zu setzen und sich gütlich zu einigen. Die Erfahrung zeigt, dass oft allein die Anwesenheit eines Sachverständigen zur erheblichen Verbesserung der Arbeitsqualität beiträgt. Da die Erbauer des Hauses wissen, dass jeder Fehler bemerkt werden kann, arbeiten sie von Anfang an gründlicher und genauer. Letzten Endes ist ein Bausachverständiger also eine lohnende Investition.

Sparen mit dem Sonnenhaus

Sonntag, 24. Mai 2009

Die Statistik spricht für sich: Über 150.000 Häuslebauer haben im vergangenen Jahr Anträge zur Förderung von Erneuerbare-Energie-Anlagen gestellt. Energie aus Erdwärme, Sonne oder Holz liegt also voll im Trend - ebenso wie eine gute Wärmedämmung oder ökologische Baustoffe.

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich zurzeit Sonnenhäuser. Sie gewinnen durch einen Holzofen sowie Sonnenkollektoren Wärme; der Strom kommt von auf dem Dach installierten Solarmodulen. Entscheidend für die Verbraucher ist, dass sie so unabhängig von Erdgas oder -öl - und damit auch von den ständigen Preisschwankungen - sind. Ein Großteil des Jahres benötigt das Sonnenhaus ohnehin kaum weitere Wärmezufuhr, da es sich von selbst heizt. Langfristig werden so die Energiekosten gesenkt.

Bauherren, die ebenfalls über den Bau eines Sonnenhauses nachdenken, sollten sich im Vorfeld allerdings gut beraten. So muss vorab geklärt werden, wie der Solartank, der die Energie über einen längeren Zeitraum speichern kann, in die Architektur des Hauses integriert werden soll. Während manche Häuslebauer darauf bestehen, dass der Tank möglichst kaum auffällt, stören sich andere nicht an einer prominenteren Rolle des Tanks.

Obwohl die Sonne bis zu drei Viertel der benötigten Energie im Haus liefert, ist ein Holzofen unverzichtbar. Dieser wird in langen Wintern oder bei mehrtägiger Abwesenheit von Sonne aktiviert. Um den Bedarf an Wärme zusätzlich zu reduzieren, sollte das Haus nach Süden ausgerichtet sein, damit es die volle “Ladung Sonne” abbekommt. Damit die Wärme im Haus bleibt, verfügt ein Sonnenhaus über eine gedämmte Gebäudehülle und Fenster, die dreifach verglast sind.

Zwar liegen die Kosten für ein Sonnenhaus zunächst um 20-30 Prozent über denen eines “normalen” Hauses, doch für das umweltbewusste Bauen gibt es die Förderung vom Staat. Zinsgünstige Darlehen und Förderungen für Kollektorenflächen können bei der KfW beantragt werden. In die Rechnung einbezogen werden sollte darüber hinaus noch etwas anderes: Steigen die Preise für Öl und Gas weiter wie bisher, haben sich die Zusatzkosten schon bald amortisiert.

5 Faktoren: Davon hängt der Wärmebedarf ab

Samstag, 16. Mai 2009

Der Wärmebedarf eines Hauses ist eines der zentralen Kriterien bei der Bewertung der Energieeffizienz eines Hauses. Häuslebauer oder Immobilienbesitzer sollten sich - ganz egal, ob es sich um einen Neubau oder eine energetische Sanierung handelt - daher genau über den Wärmebedarf ihres Objekts informieren.

Der Faktor “Wärmebedarf” ist dabei abhängig von verschiedenen Faktoren:

1. Bauart/Wärmedämmung des Gebäudes: Ein effektiver Dämmschutz bzw. eine effiziente Dämmung von Gemäuern und Dach kann beträchtlich zur Senkung des Wärmebedarfs beitragen.

2. (Äußere) Witterungsverhältnisse: Größen wie die Außentemperatur, die Art und Intensität der Sonneneinstrahlung sowie die Windverhältnisse beeinflussen den Wärmebedarf ebenfalls.

3. innere Heizmöglichkeiten: Abhängig von den Möglichkeiten zur Erwärmung des Raumes (z.B. Kachelofen, etc.) variiert der Wärmebedarf.

4. individuelle Wünsche: Während manche Hausbewohner auf eine kuschelige Wärme schwören, fühlen sich andere in etwas kälterer Atmosphäre wesentlich wohler - auch dadurch kann der Wärmebedarf steigen oder fallen.

5. individuelles Verhalten: Je nachdem, wie häufig die Fenster geschlossen bzw. geöffnet sind oder wie oft gelüftet wird, unterscheidet sich der Wärmebedarf ebenso.

Was tun bei Baumängeln?

Montag, 11. Mai 2009

Sie sind ärgerlich, kosten Nerven und Geld: Baumängel sind Ärgernis Nummer eins für Hausbauer und Immobilienbesitzer. Und doch lassen sie sich bei größeren Bauprojekten kaum vermeiden. Umso wichtiger ist es daher, bei Pfusch am Bau entschlossen und richtig zu reagieren.

In der Regel beträgt die gesetzliche Garantie auf Handwerkerleistungen vier oder fünf Jahre. Die genaue Garantiezeit ist abhängig davon, ob und auf welcher Grundlage ein Vertrag geschlossen wurde. Bauverträge können zum Beispiel auf dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) oder der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen beruhen.
Treten tatsächlich Baumängel auf, ist richtiges Handeln seitens des Hausherren gefragt. Dazu gehört eine sorgfältige Dokumentation der begangenen Fehler. Dabei sollten die Auftraggeber niemals selbst versuchen, die Schäden zu beseitigen - dies kann die Baumängel noch verschlimmern und eine Minderung der Garantieleistung zur Folge haben. Bei einer Selbstbehandlung des Problems können außerdem wichtige Beweise verloren gehen.
Nach der sorgfältigen Dokumentation der Mängel sollte der Hausherr den Handwerker darüber informieren und eine angemessene Frist zur Beseitigung setzen. Geschieht die Behebung der Fehler nicht innerhalb dieser Frist, kann entweder eine Fristverlängerung vereinbart oder aber ein Fachanwalt eingeschaltet werden. In der Regel entfaltet allein die Androhung der Einleitung rechtlicher Mittel eine Wirkung auf den Handwerker.
Geschehen die Baumängel noch während des laufenden Bauvorhabens, so kann ein Teilbetrag der Handwerkerrechnung einbehalten werden. Achtung: Es ist nicht zulässig, die gesamte Zahlung der Rechnung zurückzustellen, wenn ein Großteil der Arbeiten fachgerecht erledigt wurde.

Beseitigt der Handwerker die Bauschäden trotz allem nicht, bleibt der Rückzug vom Vertrag und die Suche nach einem neuen Bauunternehmen.

Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Sonntag, 03. Mai 2009

Sie sehen hübsch aus, geben hell und können im Winter dazu beitragen, Heizkosten zu sparen: Verglasungen an Häusern und Häuserfronten werden immer beliebter. Doch - fast im wahrsten Sinne des Wortes - haben große Fensterflächen auch eine Schattenseite: Im Sommer können sie sehr schnell zur unangenehmen Überhitzung des gesamten Raums führen - und eine Klimaanlage notwendig machen.

Um einer Überhitzung vorzubeugen, sollten Hausbauer daher auf ein durchdachtes Sonnenschutzsystem zurückgreifen. Optimalerweise sind diese so gestaltet, dass in die Räume weiterhin genug Tageslicht eindringt, damit zusätzliche Beleuchtung nicht nötig wird. Erfüllt das System diese Voraussetzung nicht, ist davon eher abzuraten.

Ein Sonnenschutzsystem kann außen am Gebäude angebracht werden. So wird verhindert, dass (zu viel) Wärme ins Innere des Gebäudes dringt. Ist die Installation (etwa eine Markise oder eine Jalousie) innen angebracht, so kommt Wärme ins Gebäude, es wird aber vermieden, dass die Räume mit direkter Sonne überhitzt werden. Eine Mischlösung besteht in der Verwendung von speziellen Sonnenschutz-Fenstern, die zwischen den Glasscheiben einen speziellen Schutz gegen die Sonne integriert haben.

Grundsätzlich ist es ratsam, einen beweglichen Sonnenschutz zu wählen, da die Sonneneinstrahlung je nach Tageszeit aus unterschiedlichen Richtungen kommen bzw. unterschiedlich intensiv sein kann. Darüber hinaus ist auch auf die Funktion des Raums zu achten, der vor einer intensiven Bestrahlung geschützt werden soll. Handelt es sich beispielsweise um das Fernsehzimmer, ist es wichtig, einen besonders starken Sonnenschutz zu haben.