20. Mai 2013
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Archiv für November 2009

Baufirma darf Materialien nicht austauschen

Freitag, 27. November 2009

Vor dem Abschluss eines Vertrages mit einer Baufirma sollten Häuslebauer sämtliche Klauseln genau unter die Lupe nehmen. Denn nicht selten kommt es vor, dass Firmen Dinge in die Verträge einbauen, die rechtlich gar nicht zulässig sind.

So ist es der Baufirma beispielsweise nicht gestattet, Baumaterial ohne Absprache mit dem Bauherrn einfach auszutauschen. Dies betont der Verband Privater Bauherren (Berlin). Dasselbe gilt auf Baukonstruktionen, die mit dem Bauherrn zuvor vereinbart waren. Klauseln wie “Die Baufirma behält sich vor, Material- und Konstruktionsänderungen vorzunehmen, die den Bauwert nicht beeinträchtigen”.

Neben diesem Beispiel lauern viele weitere Gefahren. Die Überprüfung des Vertrags durch einen unabhängigen Baugutachter ist daher empfehlenswert.

Hausverkauf: Darauf müssen Sie achten

Freitag, 20. November 2009

Nicht nur das Hausbauen ist anstrengend - auch der Hausverkauf kann für Immobilienbesitzer zur Belastung werden. Dabei kann es viele Gründe geben, die eigenen vier Wände zu verkaufen: Wechsel des Arbeitsplatzes, Umzug, Neubau oder ein geerbtes Gebäude, das nicht selbst genutzt werden kann. Was aber gilt es eigentlich beim Hausverkauf zu beachten?

Zunächst einmal sollte der Wert des Gebäudes genau bestimmt werden. Wer die Preisgestaltung nicht seinem Makler überlassen oder zumindest selbst eine Vorstellung von dem Wert der Immobilie haben möchte, sollte sich von einem professionellen Baugutachter beraten lassen. Der erstellt gegen eine Gebühr auf der Grundlage der Baudaten ein Gutachten, das zur Wertbestimmung herangezogen werden kann.

Viele Immobilienbesitzer sind im ersten Moment enttäuscht über die Schätzsumme. Zwei Dinge gilt es hier allerdings zu beachten: Zum einen verfügt der Baugutachter in der Regel über Erfahrung und hat Kenntnis über die aktuelle Marktlage. Er sieht als objektiver Experte nicht die vielen ideellen Werte, die private Besitzer in ihrem Eigentum sehen. Damit nimmt er die Perspektive von potenziellen Käufern ein, die ebenfalls nur den materiellen Wert sehen. Es bestehen damit realistischere Chancen, das Haus ohne überhöhte Preiserwartungen auf dem Markt loszuwerden. Nicht vergessen werden darf: Wird das Gebäude zu lange auf dem Markt gehandelt, sinkt automatisch sein Preis, da niemand Interesse an einem “Ladenhüter” hat. Zudem ist Zeit verlorenes Geld: Denn in der Zeit, in der man nicht verkauft, müssen Unterhaltskosten für das alte Haus und möglicherweise Maklergebühren und Zweitwohnung weiter bezahlt werden.

Neben dem Preis ist es aber auch wichtig, den Verkäufern ein ehrliches Bild von der Immobilie zu vermitteln. Dazu gehören nicht nur korrekte Angaben in der Verkaufsanzeige, sondern auch Offenheit über den Zustand der Immobilie, die Gründe für den Auszug und eine lückenlose Dokumentation sämtlicher Umbauten, Renovierungen, etc.

Baumängel können teuer werden

Freitag, 13. November 2009

Viele Häuslebauer versuchen zu sparen. Das ist nicht nur verständlich, sondern angesichts oft knapper Budgets auch äußerst ratsam. Niemand sollte sich mit der beträchtlichen Investition finanziell übernehmen, die Freude an den eigenen vier Wänden wird sonst allzu schnell zur Belastung. Allerdings will Sparen auch gelernt sein: Denn Geiz an der falschen Stelle kann verheerende Auswirkungen nach sich ziehen.

Zu den Konsequenzen eines allzu engen Geldbeutels zählen vor allem überhöhte Heizkosten und die kostenintensive Reparatur von Bauschäden und -mängeln. Einer Studie des Bauherrenschutzbundes (BSB) zufolge treten immerhin zehn Prozent aller Baumängel im Bereich der Luftdichte auf. Neun Prozent der nicht ordnungsgemäß ausgeführten Arbeiten sind bei der Wärmedämmung zu finden. Häufige Schwachstellen: Fenster, Türen sowie das Dach - also genau die Stellen eines Hauses, die hauptverantwortlich für die Energiebilanz des Baus sind. Durch Baumängel hervorgerufene undichte Stellen oder Wärmebrücken erhöhen zudem die Gefahr von Schimmelpilzbefall.

Da die Fehler sowohl während der Planungsphase als auch während der Bauphase auftreten können, sollten Hausbauer auf die möglichst zertifizierte Qualität von Architekten und Handwerkern achten. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme besteht in einem unabhängigen Baugutachter, der das Baugeschehen von Anfang an begleitet und bei Problemen einschreitet.

“Vergleichen” heißt die Devise

Sonntag, 08. November 2009

Während Unternehmen mittlerweile riesige Standortgutachten erstellen lassen, bevor sie sich für den Bau einer Niederlassung entscheiden, machen sich viele Häuslebauer nur wenige Gedanken über den optimalen Platz ihrer neuen vier Wände. Gerade im ländlichen Raum ist oft klar: Man bleibt dort, wo man aufgewachsen ist und seit vielen Jahren gelebt hat.

Dabei kann sich ein Vergleich von Alternativen auch für Private auszahlen. Seit der Staat die Eigenheimpauschale gestrichen hat und den Hausbau nur noch mit vergünstigten Krediten und Prämien fördert, treten Kommunen zunehmend in die Fußstapfen der Bauförderung: Je nach Gemeinde gibt es vergünstigten Baugrund, Einmalzahlungen oder Vergünstigungen bei der Nutzung der öffentlichen Infrastruktur. Für Familien sind die Angebote in der Regel besonders attraktiv. Oft gibt es eine Prämie pro Kind, um jungen Ehepaaren mit ihrem Nachwuchs das Bauen attraktiver zu machen. Die Stadt Celle machte zuletzt sogar von sich reden, als sie neben einem vergünstigten Preis für den Baugrund Familien auch je einen Obstbaum pro Kind spendierte.

“Vergleichen”, lautet also die Devise für Häuslebauer. Und wer partout in einer Gemeinde bleiben will, die keine Vergünstigungen bereit stellt, kann ja die Verantwortlichen zumindest darauf aufmerksam machen, was andere Kommunen so bieten…