Vorausschauend bauen: Auch ein Häuslebauer wird älter
Sonntag, 30. November 2008Auch wenn es gerade für jüngere Bauherren befremdlich wirken mag: In die Bauplanungen sollte unbedingt eine altersgerechte Gestaltung der gesamten Innen- und Außeneinrichtung einfließen. Nur so lassen sich spätere, umständliche und aufwändige Umbauten vermeiden, die nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld beanspruchen können.
Barrierefreiheit ist beim vorausschauenden Bauen Pflicht: Unnötige Schwellen oder Treppenstufen werden von vorn herein weggelassen. Im Übrigen ist diese Bauweise nicht nur dann von Vorteil, wenn man auch im Alter oder mit einer Behinderung noch im Haus wohnen bleiben möchte, sondern auch dann, wenn man kleine Kinder hat.
Vor und hinter den Türen sollte eine Rangierfläche von ca. 1,5 Metern eingeplant werden. Für Familien wird es so einfacher, Kinderwagen zu bewegen, und später können sich dadurch auch Rollstuhlfahrer im Haus bewegen. Auch die Breite von Wohnungstüren sollte aus diesem Grund nicht zu knapp bemessen sein. In puncto Türen sind darüber hinaus Schiebetüren zu empfehlen, die sich für Personen mit eingeschränktem Bewegungsradius wesentlich leichter öffnen lassen. Ist der Treppenlauf breit genug gestaltet, lässt sich im Nachhinein problemlos ein Treppenlift installieren.
Oftmals kann aus bautechnischen Gründen ein Gefälle zwischen Hauseingang und Zufahrt nicht vermieden werden. Anstatt Treppenstufen einzubauen, kann man hier jedoch auch auf Rampen bzw. eine schräge Einsetzung von Bodenplatten zurückgreifen.
Auch im Badezimmer können Hindernisse auftreten: Eine allzu hohe Duschwanne macht das Baden im Alter zur Qual. Wird hingegen sofort eine bodengleiche Dusch- bzw. Bodenwanne eingebaut. muss man sich darüber später keine Gedanken machen.
Es gibt noch viele weitere Beispiele und Hinweise für altersgerechtes Bauen. Wichtig ist daher, die Problematik grundsätzlich zu berücksichtigen und schon früh in die Planungen zum Hausbau einfließen zu lassen.
