18. Mai 2012
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Vorausschauend bauen: Auch ein Häuslebauer wird älter

Sonntag, 30. November 2008

Auch wenn es gerade für jüngere Bauherren befremdlich wirken mag: In die Bauplanungen sollte unbedingt eine altersgerechte Gestaltung der gesamten Innen- und Außeneinrichtung einfließen. Nur so lassen sich spätere, umständliche und aufwändige Umbauten vermeiden, die nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld beanspruchen können.

Barrierefreiheit ist beim vorausschauenden Bauen Pflicht: Unnötige Schwellen oder Treppenstufen werden von vorn herein weggelassen. Im Übrigen ist diese Bauweise nicht nur dann von Vorteil, wenn man auch im Alter oder mit einer Behinderung noch im Haus wohnen bleiben möchte, sondern auch dann, wenn man kleine Kinder hat.

Vor und hinter den Türen sollte eine Rangierfläche von ca. 1,5 Metern eingeplant werden. Für Familien wird es so einfacher, Kinderwagen zu bewegen, und später können sich dadurch auch Rollstuhlfahrer im Haus bewegen. Auch die Breite von Wohnungstüren sollte aus diesem Grund nicht zu knapp bemessen sein. In puncto Türen sind darüber hinaus Schiebetüren zu empfehlen, die sich für Personen mit eingeschränktem Bewegungsradius wesentlich leichter öffnen lassen. Ist der Treppenlauf breit genug gestaltet, lässt sich im Nachhinein problemlos ein Treppenlift installieren.

Oftmals kann aus bautechnischen Gründen ein Gefälle zwischen Hauseingang und Zufahrt nicht vermieden werden. Anstatt Treppenstufen einzubauen, kann man hier jedoch auch auf Rampen bzw. eine schräge Einsetzung von Bodenplatten zurückgreifen.

Auch im Badezimmer können Hindernisse auftreten: Eine allzu hohe Duschwanne macht das Baden im Alter zur Qual. Wird hingegen sofort eine bodengleiche Dusch- bzw. Bodenwanne eingebaut. muss man sich darüber später keine Gedanken machen.

Es gibt noch viele weitere Beispiele und Hinweise für altersgerechtes Bauen. Wichtig ist daher, die Problematik grundsätzlich zu berücksichtigen und schon früh in die Planungen zum Hausbau einfließen zu lassen.

Hausbau im Alter liegt im Trend

Sonntag, 26. Oktober 2008

Es gibt immer ein zweites Mal. Zumindest immer häufiger. Denn: ein nicht unbeachtlicher Teil an Menschen über 50 entschließen sich nach dem Auszug ihrer Kinder, noch einmal zu bauen. Zu Nutze machen sie sich ihre langjährigen Erfahrungen und die Tatsache, dass sie bei der Bauplanung viel Zeit haben. Am Ende gehen die Häuslebauer damit mit ganz konkreten Vorstellungen zum Architekten. Und die sind nicht selten das genaue Gegenteil von den Wünschen, die beim ersten Hausbau wichtig waren.

Stehen beim ersten Bau oftmals die Bedürfnisse der Kinder an ersten Stelle, spielen Faktoren wie Spielplätze in der Umgebung, Erreichbarkeit von Schulen und Kindergärten später keine Rolle mehr. Anstatt dessen wird Wert darauf gelegt, dass Geschäfte und Ärzte in unmittelbarer Nähe sind und die Verkehrsanbindung einigermaßen komfortabel.

Große Gärten können ein toller Ort zum Toben und Spielen sein, doch im Alter wirken sie oft als Belastung. Aufwändige Instandhaltung und Pflege sind sehr mühsam und später kaum noch zu bewältigen. Daher stehen bei der “Generation 50plus” kleinere Grundstücke mit ebenen Grasflächen im Trend. Einfache Handhabung und Pflege ist auch bei der Gesamtarchitektur ein Faktor; auf Erker und Gauben wird daher beim Zweitbau eher verzichtet.

Hobbyräume und ähnliches können nun besser in die Pläne eingearbeitet werden, da die finanziellen Möglichkeiten im Alter häufig etwas mehr Luxus zulassen. Das führt auch dazu, dass das zweite Haus nicht unbedingt kleiner ausfällt als das erste. Obwohl die Hausherren vermeiden sollten, von Anfang an eine “Rheumaatmosphäre” zu schaffen, müssen Möglichkeiten des altergerechten Umbaus dennoch berücksichtigt werden. Breite Treppen sind daher die Devise - dort kann notfalls auch einfach ein Treppenlift angebracht werden. Schließlich raten Experten: Das Erdgeschoss sollte so gestaltet sein, dass es sich dort komplett leben lässt, d.h. auch Bad und Dusche sollten dort untergebracht werden. Weitere Tipps und Dienstleister zum Thema “barrierefreies Bauen” erhalten Sie auf unserer Homepage “Bauen-einrichten.de.

Quelle: www.morgenpost.de