25. Mai 2013
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Ein natürlicher Dämmstoff: Hanf

Samstag, 04. April 2009

Bei der Hausdämmung kann man auf einen Stoff zurückgreifen, dessen Eigenschaften sich die Menschen seit Jahrhunderten zu Nutze machen: der Hanf. Anspruchslos während des Anbaus, wächst die Kulturpflanze innerhalb von einhundert Tagen stolze vier Meter - und das ganz ohne Pestizide oder Herbizide. Außerdem hinterlässt er einen lockeren Boden, der frei von Unkraut ist. In Deutschland ist der Hanfanbau seit mehr als zehn Jahren erlaubt, sofern es sich um eine Hanfsorte handelt, die einen definierten Rauschwert nicht übersteigt.

Um Hanf nutzbar als Dämmstoff nutzbar zu machen, benötigt man die Fasern innerhalb des Pflanzenstengels. Er zeichnet sich durch eine Feuchteunempfindlichkeit und besondere Stabilität aus. Der Faseranteil aus dem Stengel wird mit Natriumcarbonat imprägniert und dann mithilfe von Polyester zu einem Vlies. Die Gefahr eines Befalls von Käfern und Motten besteht bei Hanffasern nicht, da diese kein Eiweiß enthalten.

Der Dämmstoff Hanf bzw. die aus ihm gefertigten Matten sind für einen Einsatz bei der Dachdämmung, Wanddämmung und Bodendämmung geeignet.

Technische Daten
Wärmeleitfähigkeit: 0,045 W/(m²K)
Rohdichte: 24- 40 Kg/m³
Baustoffklasse: B2

Quelle: baunetzwissen.de