Baufinanzierung: Es muss genug zum Leben bleiben
Sonntag, 14. Juni 2009Es ist für die meisten die größte Investition ihres Lebens: Wer ein eigenes Haus bauen oder eine Immobilie erwerben will, muss viel Geld in die Hand nehmen. Geld, das man häufig nur mithilfe eines Kredits bei der Bank auftreiben kann. Vor dem Hausbau sollte daher eine umfassende Finanzplanung stehen, die berücksichtigt, dass die monatliche Raten für den Baukredit in einem tragbaren Rahmen bleiben.
Als Faustregel gilt, dass mindestens ein Drittel des Nettoeinkommens noch für die Kosten der Lebenshaltung zur Verfügung stehen sollten. Handelt es sich um einen alleinstehenden Bauherren, so sollte eine Summe von 700 Euro nicht unterschritten werden, da ansonsten die gesetzliche Pfändungsgrenze unterschritten wird. Für jede weitere erwachsene Person sind etwa 300 Euro, für jedes Kind zusätzlich 200 Euro zu veranschlagen. Das ergibt für eine Familie mit zwei Kindern also ein Bedarf von 1.400 Euro pro Monat, der zum Leben übrig bleiben sollte.
Bei der Finanzplanung sollte also darauf geachtet werden, wo möglicherweise Einsparpotenziale genutzt und worauf verzichtet werden kann. Hier hilft letztlich nur eine offene und ehrliche Analyse der eigenen Finanzen und der Bereitschaft, für das Haus Opfer zu bringen. Außerdem sollte ein gewisser Puffer in die Finanzplanung eingebaut werden, der auch Spielraum für außerplanmäßige Ausgaben lässt.
