Studie: So sparen die Deutschen beim Bauen
Samstag, 03. Januar 2009Auf steigende Baukosten haben die Hausbauer in den vergangenen Jahren vor allem reagiert, indem sie auf gebrauchte Immobilien zurückgegriffen haben. Zwar ist dort das Risiko böser Überraschungen in Form unvorhergesehener Reparaturen größer, doch die teilweise signifikant geringeren Preise älterer Bauten waren häufig ausschlaggebend für die Entscheidung.
Häuslebauer, die sich dennoch für einen Neubau entschieden haben, achteten in den vergangenen Jahren jedoch auch auf ihre Kosten. Eine von mehreren Baufinanzierern in Auftrag gegebene Studie ergab nun, dass die Bauherren zur Kostensenkung ihre Eigenleistung erheblich gesteigert haben.
Insgesamt gaben neun von zehn Teilnehmer der Erhebung an, beim Hausbau aufs Geld achten zu müssen und aus diesem Grund nach Kostensenkungsmöglichkeiten Ausschau zu halten. Auf Platz eins der Einsparungen: die sogenannte “Muskelhypothek”, das heißt die selbst erbrachte Leistung.
Die Befürchtung, die Betroffenen könnten sich zuviel zumuten, wurde von der Statistik aber nicht bestätigt. Nur vier Prozent aller Häuslebauer wollten die eigenen vier Wände ausschließlich durch Eigenleistung errichten.
Gespart wird außerdem an Räumen, die nicht unbedingt für notwendig gehalten werden. Knapp 40 Prozent verzichteten auf den Keller, weitere 25 Prozent entschieden sich anstatt einer Garage für einen kostengünstigeren Carport.
Bei der Wahl der Grundstücke dagegen geben sich die Hausbauer weniger kompromissbereit. Aufgrund niedrigerer Bauplatzpreise an einem anderen Ort zu bauen, kommt für weniger als ein Zehntel der Bauherren in Betracht. Schon eher wählt man aus Sparzwängen einen Baugrund, der etwas kleiner ist.
Weitere Sparmöglichkeiten ergeben sich aus der Verwendung von preiswerten Baumaterialien und aus der Nutzung einfacher Bauformen. Schließlich bleibt die Alternative Doppelhaushälfte oder Reihenhaus, wodurch nicht nur die Erschließlung des Grundstückes, sondern auch das Bauen insgesamt billiger wird.
An der Wohnfläche wiederum sparen nur wenige Häuslebauer. Lediglich sechs Prozent gaben an, sich des Geldes wegen in diesem Bereich einzuschränken.
Quelle: morgenpost.de
