Sparen mit dem Sonnenhaus
Sonntag, 24. Mai 2009Die Statistik spricht für sich: Über 150.000 Häuslebauer haben im vergangenen Jahr Anträge zur Förderung von Erneuerbare-Energie-Anlagen gestellt. Energie aus Erdwärme, Sonne oder Holz liegt also voll im Trend - ebenso wie eine gute Wärmedämmung oder ökologische Baustoffe.
Besonderer Beliebtheit erfreuen sich zurzeit Sonnenhäuser. Sie gewinnen durch einen Holzofen sowie Sonnenkollektoren Wärme; der Strom kommt von auf dem Dach installierten Solarmodulen. Entscheidend für die Verbraucher ist, dass sie so unabhängig von Erdgas oder -öl - und damit auch von den ständigen Preisschwankungen - sind. Ein Großteil des Jahres benötigt das Sonnenhaus ohnehin kaum weitere Wärmezufuhr, da es sich von selbst heizt. Langfristig werden so die Energiekosten gesenkt.
Bauherren, die ebenfalls über den Bau eines Sonnenhauses nachdenken, sollten sich im Vorfeld allerdings gut beraten. So muss vorab geklärt werden, wie der Solartank, der die Energie über einen längeren Zeitraum speichern kann, in die Architektur des Hauses integriert werden soll. Während manche Häuslebauer darauf bestehen, dass der Tank möglichst kaum auffällt, stören sich andere nicht an einer prominenteren Rolle des Tanks.
Obwohl die Sonne bis zu drei Viertel der benötigten Energie im Haus liefert, ist ein Holzofen unverzichtbar. Dieser wird in langen Wintern oder bei mehrtägiger Abwesenheit von Sonne aktiviert. Um den Bedarf an Wärme zusätzlich zu reduzieren, sollte das Haus nach Süden ausgerichtet sein, damit es die volle “Ladung Sonne” abbekommt. Damit die Wärme im Haus bleibt, verfügt ein Sonnenhaus über eine gedämmte Gebäudehülle und Fenster, die dreifach verglast sind.
Zwar liegen die Kosten für ein Sonnenhaus zunächst um 20-30 Prozent über denen eines “normalen” Hauses, doch für das umweltbewusste Bauen gibt es die Förderung vom Staat. Zinsgünstige Darlehen und Förderungen für Kollektorenflächen können bei der KfW beantragt werden. In die Rechnung einbezogen werden sollte darüber hinaus noch etwas anderes: Steigen die Preise für Öl und Gas weiter wie bisher, haben sich die Zusatzkosten schon bald amortisiert.
